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Schlagwort: Giallo

Filmkritik: Suspiria (Luca Guadagnino, 2018)

Filmkritik: Suspiria (Luca Guadagnino, 2018)

Film/ Suspiria
Copyright: Capelight Pictures

Stadtdarstellungen im Spielfilm sind im Optimalfall mehr als nur das zufällig eingefangene architektonische Konglomerat im Bildhintergrund der Kadrage. Mit Bedacht eingesetzt, avancieren Städte oftmals sogar zu den heimlichen Protagonisten ihrer jeweiligen Produktionen. Sie leben, atmen, pulsieren und dienen – in Kombination mit einem Gespür für filmische Inszenierungen – der Erzeugung konkreter Stimmungswelten. Um für diese Form von Stadt im Film, die mehr als nur visuelle Staffage ist, Beispiele zu finden, muss der Blick nicht allzu weit schweifen. So erwecken etwa heimische Produktionen wie 4 Blocks und Victoria die deutsche Hauptstadt mit großer Raffinesse zum Leben. Den sehenswertesten international produzierten Berlin-Beitrag der jüngsten Zeit liefert hingegen Luca Guadagnino, der mit seinem Suspiria-Remake (OT: Suspiria, 2018) für eine mittelgroße Überraschung sorgt.

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Filmkritik: Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key (Sergio Martino, 1972)

Filmkritik: Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key (Sergio Martino, 1972)

Copyright: NoShame Films
Copyright: NoShame Films

Die Welt des Giallos ist vielseitig und bietet dem geneigten Zuschauer reichlich zu entdecken. Das beweist neben Dario Argento, welcher mit seinen Beiträgen die italienische Filmlandschaft unwiderruflich mitentwickelt und nachhaltig geprägt hat, u.a. auch der nur zwei Jahre ältere und ebenfalls in Rom geborene Sergio Martino. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Die Weiße Göttin der Kannibalen (1977) – ein Abenteuer-Ausflug in die Welt der Menschenfresser – und Der Killer von Wien (1970). Zwei Jahre nach Letztgenanntem entstand mit Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key (OT: Il Tuo vizio è una stanza chiusa e solo io ne ho la chiave, 1972) ein nicht minder interessanter Spielfilm.

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Filmkritik: Der New York Ripper (Lucio Fulci, 1982)

Filmkritik: Der New York Ripper (Lucio Fulci, 1982)

Copyright: Blue Underground
Copyright: Blue Underground

You never get a second chance to make a first impression. Was im Rahmen des sozialen Miteinanders gilt, lässt sich ebenso auf die erste – filmische – Begegnung mit einem Regisseur übertragen. Markiert beispielsweise ein dilettantisches und inkohärentes Machwerk wie Nightmare Concert (1990) den Einstieg in eine Filmographie, kann sich der Regisseur – stellvertretend für das gesamte weitere Filmschaffen – im Prinzip die Karten legen. Dass dieses Verhalten durchaus menschlich, jedoch selten fair ist und im schlimmsten Fall zu einigen verpassten Filmperlen führen kann, lässt sich hervorragend an genanntem Exempel nachvollziehen. Zwar stellen fatale Rohrkrepierer wie Nightmare Concert in Lucio Fulcis Vita keine Seltenheit dar, dennoch schlummern im Œuvre des kruden Italo-Regisseurs einige wenige Rohdiamanten wie Nackt über Leichen (1969) und Don’t Torture a Duckling (1972). Im Folgenden soll diskutiert werden, ob Der New York Ripper (OT: Lo Squartatore di New York, 1982) zu letztgenannten Perlen gezählt werden darf oder ob es sich hier doch eher um filmischen Sondermüll handelt.

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Filmkritik: The Child – Die Stadt wird zum Alptraum (Aldo Lado, 1972)

Filmkritik: The Child – Die Stadt wird zum Alptraum (Aldo Lado, 1972)

Copyright: Blue Underground
Copyright: Blue Underground

Mit nur einem einzigen Auftritt als James Bond gebührt dem Schauspieler George Lazenby zweifelsfrei der wenig ruhmreiche Titel des kurzlebigsten Doppelnull-Darstellers in der Geschichte des Franchises. Dabei standen Ende der 1960er Jahre zunächst durchaus weitere Agentenabenteuer mit dem australischen Mimen zur Diskussion. George Lazenby entschied sich jedoch gegen eine Rückkehr als Geheimagent und gab seine Lizenz zum Töten nach Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969) wieder ab. Vergleichbar prestigeträchtige Rollenangebote blieben in den folgenden Dekaden aus, weswegen es den Schauspieler fortan in deutlich abseitigere Gefilde verschlug. Ein Beispiel hierfür ist seine Hauptrolle in Aldo Lados morbid-schöner Giallo-Perle The Child – Die Stadt wird zum Alptraum (OT: Chi l’ha vista morire?, 1972).

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