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Schlagwort: Thriller

Filmbesprechung: Der Leuchtturm (Robert Eggers, 2019)

Filmbesprechung: Der Leuchtturm (Robert Eggers, 2019)

Copyright: Universal Pictures

Es herrscht grau. Ein jedwede Orientierung negierender Schleier verhüllt die Sicht. Nur langsam schält sich eine – zunächst nur schemenhaft auszumachende – Kontur aus dem alles nivellierenden Nebel heraus: Ein kleines Boot, welches unverdrossen den Widrigkeiten der Natur trotzt und der See auf seinem Weg Meter um Meter abringt. In der Ferne ertönt ein Nebelhorn. Zweifelsohne nicht nur ein innerdiegetisches, maritimes Warnsignal, sondern gleichermaßen auch für die Rezipienten von Robert Eggers Der Leuchtturm (OT: The Lighthouse, 2019) ein akustischer Marker, der zur Obacht gemahnt. Und dies zu Recht, denn der Regisseur von The Witch (2015) entfesselt im Rahmen seines zweiten Langfilms einen höchst intensiven Parforceritt, infolgedessen Realität und Wahnsinn beginnen, ineinander überzugleiten.

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Filmbesprechung: Only God Forgives (Nicolas Winding Refn, 2013)

Filmbesprechung: Only God Forgives (Nicolas Winding Refn, 2013)

Copyright: Tiberius Film/Sunfilm

Mit dem melancholischen Gangsterfilm Drive (2011) feierte der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn seinen internationalen Durchbruch. Nur zwei Jahre nach diesem – von Kritik und Publikum gleichermaßen geschätzten – Spielfilm ließ der Regisseur eine weitere Zusammenarbeit mit seinem Drive-Hauptdarsteller Ryan Gosling folgen. Herausgekommen ist dabei Only God Forgives (OT: Only God Forgives, 2013) – eine zugegebenermaßen schwer zugängliche wie gleichwohl elegische Meditation über Rache, Gewalt und Familienbande.

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Filmbesprechung: Mandy (Panos Cosmatos, 2018)

Filmbesprechung: Mandy (Panos Cosmatos, 2018)

Copyright: Koch Media

Nicht immer muss ein Film, um Gefallen zu erwecken, das Rad gänzlich neu erfinden. So können auch Werke mit etablierten Handlungsmustern- und mechanismen zweifelsfrei ihren Reiz haben, wenn der Filmemacher einen eigenständigen künstlerischen Zugang zum Stoff zu offerieren vermag. Eines der jüngeren Beispiele hierfür liefert zweifelsfrei Panos Cosmatos Spielfilm Mandy (OT: Mandy, 2018), der sich in seinem narrativen Kern auf eine im Verlauf der Dekaden zigfache dargebotene Rachegeschichte herunterbrechen lässt. Doch trotzdem ist Panos Cosmatos Mandy alles, nur nicht gewöhnlich.

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Filmkritik: Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key (Sergio Martino, 1972)

Filmkritik: Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key (Sergio Martino, 1972)

Copyright: NoShame Films
Copyright: NoShame Films

Die Welt des Giallos ist vielseitig und bietet dem geneigten Zuschauer reichlich zu entdecken. Das beweist neben Dario Argento, welcher mit seinen Beiträgen die italienische Filmlandschaft unwiderruflich mitentwickelt und nachhaltig geprägt hat, u.a. auch der nur zwei Jahre ältere und ebenfalls in Rom geborene Sergio Martino. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Die Weiße Göttin der Kannibalen (1977) – ein Abenteuer-Ausflug in die Welt der Menschenfresser – und Der Killer von Wien (1970). Zwei Jahre nach Letztgenanntem entstand mit Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key (OT: Il Tuo vizio è una stanza chiusa e solo io ne ho la chiave, 1972) ein nicht minder interessanter Spielfilm.

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Filmkritik: Der Tiger (Bretaigne Windust & Raoul Walsh, 1951)

Filmkritik: Der Tiger (Bretaigne Windust & Raoul Walsh, 1951)

Copyright: Arthaus/Studio Canal
Copyright: Arthaus/Studio Canal

Humphrey Bogart ist das Aushängeschild des US-amerikanischen Film Noir. Wie kein zweiter Schauspieler verkörperte der gebürtige New Yorker die Quintessenz der Schwarzen Serie und prägte das Genre durch seine emblematischen Inkarnationen der abgebrühten wie gleichsam raffinierten Detektivfiguren Samuel Spade (Die Spur des Falken, 1941) und Philip Marlowe (Tote schlafen fest, 1946) maßgeblich mit. Abseits derartiger Genreklassiker, die ihren festen Platz im Kanon der Filmgeschichte besitzen, finden sich jedoch noch weitere – oftmals deutlich kleinere – Film Noir-Produktionen, denen Bogie seinen markanten Stempel aufzudrücken vermochte. So tritt er beispielsweise in Der Tiger (OT: The Enforcer, 1951) als durchsetzungsfähiger Staatsanwalt in Erscheinung, der sich auf einen scheinbar aussichtslosen Kampf gegen die Zeit einlässt.

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Filmkritik: Die Teuflischen (Henri-Georges Clouzot, 1955)

Filmkritik: Die Teuflischen (Henri-Georges Clouzot, 1955)

Copyright: Arrow Films
Copyright: Arrow Films

Wäre Henri-Georges Clouzot nicht dem Master of Suspense bei der Rechteakquise zuvorgekommen, hätte sich der Psychothriller Die Teuflischen (OT: Les diaboliques, 1955) zur Mitte der 1950er Jahre höchstwahrscheinlich ins Hitchcock’sche Œuvre eingereiht – so zumindest kolportiert es die Filmgeschichtsschreibung. Die Frage nach der konkreten Ausgestaltung eines solchen Films liefert sicherlich genügend Ansatzpunkte für spannende Gedankenexperimente und Spekulationen. Nichtsdestotrotz soll sie an dieser Stelle in den Hintergrund rücken, denn bekanntermaßen konnte sich nun einmal der französische Regisseur die entsprechende Romanvorlage (Celle qui n’était plus von Pierre Boileau und Thomas Narcejac) sichern und schuf mit Die Teuflischen ein fesselndes Schwarz-Weiß-Kunstwerk, welches unterschiedliche Genre-Elemente zu einer anregenden Melange verschmilzt.

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Filmkritik: Der große Coup (Don Siegel, 1973)

Filmkritik: Der große Coup (Don Siegel, 1973)

Copyright: Koch Media/Universal
Copyright: Koch Media/Universal

Don „Dirty Harry“ Siegel gehörte zu jenen Tausendsassas in der amerikanischen Filmindustrie, die nahezu jedes Genre beackert haben und sich sowohl in der Zeit der Studioära beweisen konnten, wie auch später als freischaffende Regisseure. Am bekanntesten sind sicherlich Siegels Zusammenarbeiten mit Clint Eastwood in den späten 60iger- und 70iger-Jahren, die unter anderem auch Dirty Harry (1971) hervorbrachten. Aus jener Epoche stammt auch der 1973 in den Kinos uraufgeführte Der große Coup (OT: Charley Varrick ), der sich nahtlos in den Kanon jener düsteren Thriller einordnet, die das amerikanische Kino in diesen beiden Dekaden hervorgebracht hat.

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Filmkritik: Der New York Ripper (Lucio Fulci, 1982)

Filmkritik: Der New York Ripper (Lucio Fulci, 1982)

Copyright: Blue Underground
Copyright: Blue Underground

You never get a second chance to make a first impression. Was im Rahmen des sozialen Miteinanders gilt, lässt sich ebenso auf die erste – filmische – Begegnung mit einem Regisseur übertragen. Markiert beispielsweise ein dilettantisches und inkohärentes Machwerk wie Nightmare Concert (1990) den Einstieg in eine Filmographie, kann sich der Regisseur – stellvertretend für das gesamte weitere Filmschaffen – im Prinzip die Karten legen. Dass dieses Verhalten durchaus menschlich, jedoch selten fair ist und im schlimmsten Fall zu einigen verpassten Filmperlen führen kann, lässt sich hervorragend an genanntem Exempel nachvollziehen. Zwar stellen fatale Rohrkrepierer wie Nightmare Concert in Lucio Fulcis Vita keine Seltenheit dar, dennoch schlummern im Œuvre des kruden Italo-Regisseurs einige wenige Rohdiamanten wie Nackt über Leichen (1969) und Don’t Torture a Duckling (1972). Im Folgenden soll diskutiert werden, ob Der New York Ripper (OT: Lo Squartatore di New York, 1982) zu letztgenannten Perlen gezählt werden darf oder ob es sich hier doch eher um filmischen Sondermüll handelt.

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Filmkritik: Zeuge gesucht (Robert Siodmak, 1944)

Filmkritik: Zeuge gesucht (Robert Siodmak, 1944)

Copyright: Koch Media
Copyright: Koch Media

Im ersten Moment mutet die Cornell Woolrich-Adaption Zeuge gesucht (OT: Phantom Lady, 1944) wie ein Werk an, das auch der filmischen Vita des Masters of Suspense entstammen könnte. Denn Robert Siodmaks erster Gehversuch im Film Noir frönt voller Entschlossenheit einem klassischen Hitchcock-Motiv: dem unschuldig Verdächtigen. Während jedoch solche Brückenschläge zwischen Künstlern oftmals spekulativer Natur sind, erweist sich die Verbindung in diesem Fall als deutlich profunder. Verantwortlich hierfür zeichnet Joan Harrison, die Anfang der 1930er Jahre von Hitchcock unter die Fittiche genommen wurde und Jahre später für Zeuge gesucht als Produzentin fungieren sollte.

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Filmkritik: The Child – Die Stadt wird zum Alptraum (Aldo Lado, 1972)

Filmkritik: The Child – Die Stadt wird zum Alptraum (Aldo Lado, 1972)

Copyright: Blue Underground
Copyright: Blue Underground

Mit nur einem einzigen Auftritt als James Bond gebührt dem Schauspieler George Lazenby zweifelsfrei der wenig ruhmreiche Titel des kurzlebigsten Doppelnull-Darstellers in der Geschichte des Franchises. Dabei standen Ende der 1960er Jahre zunächst durchaus weitere Agentenabenteuer mit dem australischen Mimen zur Diskussion. George Lazenby entschied sich jedoch gegen eine Rückkehr als Geheimagent und gab seine Lizenz zum Töten nach Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969) wieder ab. Vergleichbar prestigeträchtige Rollenangebote blieben in den folgenden Dekaden aus, weswegen es den Schauspieler fortan in deutlich abseitigere Gefilde verschlug. Ein Beispiel hierfür ist seine Hauptrolle in Aldo Lados morbid-schöner Giallo-Perle The Child – Die Stadt wird zum Alptraum (OT: Chi l’ha vista morire?, 1972).

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